Tag 16: Von Figeac nach Cahors – am Célé und Lot entlang

Motto: Altmühltal oder Ardèche oder Célé / Lot – die Landschaft hat überall den gleichen Charakter – Erodierter Kalkstein in den vielfältigen Gesteinsfarben

Erfrischende und erhellende Gespräche von und mit dem Herrn Cassagnes am Frühstückstisch „Arbeitszimmer“ mit Gobelin, antiken Möbeln usw… – es ist ein Museum für mich. Ich erhalte noch den Hausstempel als Sticker (das Wappen eines Ordens – in D würde man Student. Verbindung sagen)  – und zum Schluss zeigt er mir noch seinen Wimpel „Vote Macron“…

Durch die nebligen Gewerbe- und Industriestandorte gehts am Célé entlang. Bis der Nebel von der Sonne besiegt ist, braucht’s schon bis 9 Uhr, das sind dann schon einmal 25 km mit Temperaturen unter 5 Grad – da kommt Freude auf.

Mit der Sonne sehe ich dann auch, dass ich seit geraumer Zeit die Kalksteinfelsen direkt bis an die kleine, den Célé begleitende, Straße heranrücken lasse. Später gibts am Lot auch noch kleine Überhänge und Tunneldurchfahrten.
In Saint-Eulalie ist die erste Rast – das Kloster wird neu aufgebaut – und die bereits integrierte Pilgerherberge ist noch geschlossen.

Nach 50 km Fahrt mündet der Célé in Cabrerets in den Lot. Hier hatte ich mir vorher etwas gegönnt. Die Steinzeit-Malereien in Pech Merle locken die Touristen. Soll ich die 3 km mit 140 hm um die Mittagszeit auf mich nehmen – auf der Internetseite kläre ich den Preis und die Wartenzeiten – 14 € und keine Wartezeiten – wenn man schon mal hier ist. Nach einer halben Stunde bin ich bei über 20 Grad und voller Sonne schwitzend da oben. Alle Türen sind auf – Museum ist frei zugänglich – Tickets erst wieder um 14:30, und 15:30 nächste Führung. Glück gehabt – 14 € gespart und runter gehts.

Ich bin früh in Cahors, sodass ich in der Stadt schon einige Dinge wie Einkaufen, Stempel und den ein oder anderen wichtigen POI sehen kann. In der Kathedrale habe ich ein nettes Gespräch mit dem „Pilgerbeauftragten“ bei toller Orgelmusik.

In der Gîte des Jacubins gibts auch eine franz. Radgruppe, die mit leichtem Gepäck und tlw. Pedelec unterwegs sind – das Gepäck wird von 2 Autos transportiert, erfahre ich beim gemeinsamen Abendessen; ich bin mal wieder der einzige deutsche Pilger.

Die berühmte Pilgerbrücke aus dem 14. Jh besuche ich noch vor dem Abendessen – die Fotos mache ich auf der anderen Seite des Lot, damit ich die Abendsonne im Rücken habe – und morgen fahre ich über eine andere Brücke in Richtung Agen.

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