Tag 50: Von Verdun in die Kulturhauptstadt 2022 – Esch-sur-Alzette

Motto: Der Wandel vom Industriestandort zur Wissensfabrik der Moderne im Glanz der Hochöfen
Soldatenfriedhof am Stadtausgang von Verdun

Gemeinsames Frühstück mit Daniele und Jean Loup – kurzweilige Gespräche über viele Dinge des Lebens, die bewegen. Dazu zählte auch ein kleiner Exkurs zum Thema Taizé, welches Daniele als praktizierende Katholikin sehr interessierte.
Die Beiden bringen mir für meine Radreise große Bewunderung und Respekt entgegen. Ich bedanke mich bei meinen „Herbergseltern“ für diesen außergewöhnlichen Ort auf meiner Reise.

Der über 60 Jahre alte Wohnwagen als Gartenhaus und „klimatisiertes“ Schlafzimmer im Sommer

Dafür ist heute morgen erst um 9:00 Aufsitzen angesagt und gleich nach Verdun lockt die erste höhere Welle, die Dannenberg Étain beendet ist mit einem Halt an der Kirche. Sie ist in den Verdun-Kriegswirren weitgehend zerstört worden; einen Teil des ursprünglichen Stils konnte erhalten werden. Sie hat sehr schöne Buntglasfenster im Rahmen des Wiederaufbaus erhalten.

In der Boulangerie kaufe ich mir ein zweites Frühstück mit 2 Croissant und einer Tasse Schokolade.

Bisher war der Verkehr auf der Hauptachse Verdun-Luxemburg zu ertragen. Jetzt wird es aber bis zur Grenze teilweise schon grenzwertig; die Straße hat meistens keinen Sicherheitsstreifen und dann ist es eng. Mehrere kurze Pausen sorgen dafür, dass die Konzentration während der Fahrt da ist – eine Unachtsamkeit kann fatale Folgen haben. Es sind immerhin 50 km Strecke bis zur Grenze Luxemburg und dann noch 5 km und ich bin an der Jugendherberge direkt am Bahnhof.

Unterwegs zeigt sich wieder Cattenom mit 2 Rauchsäulen (z.Zt. sind fast alle franz. Atomkraftwerke wg. Wartung und Defekten nur mit ca. 50% am Netz). Hoffnung machen die in Frankreich immer mehr aufgestellten Windmühlen.

So fängt sich so langsam meine Rundreise zu schließen.

In Esch – Kulturhauptstadt 2022 in Europa (neben Kaunas in Litauen und Novi Sad in Serbien) ist das Aushängeschild die Umgestaltung des Eisenerz-Industriestandorts „Belval“ zur einem Universitätsstandort und Wissensschaftspark „Trilux“.

Modernste Architektur und Hochofen-Romantik in Verbindung mit viel Wasser und Grün ist meines Erachtens sehr gut gelungen; es sind auch noch viele Teile im Bau. Mein Eindruck des Rundgang ist in den Bildern zu sehen.
Hin- und Rückweg ist sensationell einfach; kostenloser ÖPNV am Bussteig vor der Hostel-Tür und in Belval im Industriepark.

Der nächste Beitrag für den letzten Tag meiner Fahrradtour auf Camino-Wegen in Europa ist auch schon fertig.

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