Tag 12: Ruhetag in Le Puy-en-Velais

Motto: Saint-Jaques auf Schritt und Tritt und dann noch die grünen Puy-Linsen

Heute Morgen war ich ganz im Pilgerstress. Um 7 Uhr Gottesdienst in der Kathedrale – ganz oben auf dem Berg (gefühlte xxx Stufen) – mit anschließendem Pilgersegen, Stempel, wer wollte Souvenirs und die Bestandsaufnahme, wer aus welchen Ländern und wie unterwegs ist – von wo nach wo usw. Ich war der einzige Deutsche und das noch mit dem Fahrrad. Aber auch aus Brasilien war einer der ca. 50 Pilger.

Danach ging’s wieder zurück in die Herberge zum entspannten Frühstück. Vor dem Mittag begab ich mich auf eine mit Muscheln auf dem Boden geführte Stadterkundung, da für den Nachmittag Regen abgesagt war. Impressionen zur Stadt mit den angehängten Bildern. Interessant ist, wie dieser Basaltfelsen, auf dem die Kapelle St. Michael seit dem 10. Jh (Reste sind erhalten) steht, entstanden ist. Das wird in einer Videoprojektion und in der Ausstellung erläutert.

Dieses Tal war ein riesiger See (in der Eifel würde man es Maar nennen), unter dem sich ein Vulkanschlot gebildet hatte. Bei dem Ausbruch sind dann Fragmente des Gesteins bis heute stehen geblieben. Und darauf wurden dann die Kapelle und  die Statue „Unsere liebe Frau von Frankreich“ (besteht aus geschmolzenen Kanonen aus einem Krieg im 19. Jh und ist über 20m hoch) errichtet.

Die ganze Stadt ist ein Museum und auch vom Kult zur Jakobspilgerschaft geprägt. Hier beginnt der Camino „Via Podiensis“ bis nach Saint Jean Pied de Port. Es ist die große 2. Anlaufstelle für den Start der Pilger in Frankreich.

Nach der Fahrradcheck habe ich dann noch die Berichte zu Beginn jeweils mit den Streckenkarten ergänzt – zur besseren Orientierung.

Hier beginnt dann für mich am morgigen Samstag der 2. Abschnitt – 880 km sind bereits gefahren – und das Wetter wird sehr wechselhaft. Ich hoffe, dass ich trotzdem ein paar Fotoshootings unterwegs machen kann.

Ultreïa

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