Tag 48: In der Champagne entlang der Marne über Épernay nach Reims

Motto: Die Weinberge sehen fast so aus wie bei uns an Saar und Mosel – nur nicht so steil – aber eine viel größere Anbaufläche.

Der Einladung von meiner Gastgeberin Sandra am gestrigen Abend zu einem „Petit dejeuner“ bin ich gerne gefolgt – hier passt auch alles.

Es gibt unter anderem frischen leckeren Pfannkuchen – vielen Dank!

Die Strecke parallel zur Marne ist relativ eben. Mir wird jetzt bewusst, warum die Champagne eine Spitzenlage ist.
Die meisten der 34.000 ha  Rebfläche liegen im Vallée de la Marne und das verläuft auf meinen Strecken gestern und heute auf rd. 50 km fast schnurgerade von Ost nach West. Die meist rechts und links der Marne angeordneten Rebflächen haben auf einer geschätzten Breite von ca. 500- 1.000m den ganzen Tag Sonneneinstrahlung. Die Hängigkeit ist vielleicht mit der Pfalz zu vergleichen – wir sind aber hier gut 250 km südlicher. 
Die Weindörfer entlang der Marne sind aber nicht so urig, wie wir sie in Deutschland oder auch in Burgund vorfinden.

In der Hauptstadt der Champagne – Épernay – ist schon viel los. Aber mit dem Rad in ein Weingut – das klappt dann mit dem späteren Ankommen nicht mehr.

Für das Ankommen in Reims steht noch ein Berg und eine Hochebene mit 280m Höhe im Wege. Es ist steil, aber im Vergleich zu den spanischen Bergen ist das gut zu schaffen; und es ist ja auch nicht mehr so warm.

In Reims wird an diesem Wochenende das Johannisfest gefeiert. Es ist im Wesentlichen ein mittelalterliches Markttreiben mit Angeboten für Jung und Alt – Verkleidung erwünscht.

Die Sicherheit geht vor – Eingangskontrollen mit Leibesvisitationen sind zu ertragen; meine Taschen musste ich aber nicht auspacken – nur Schieberad war angesagt. 

In der Kathedrale gibt es auch einen Stand für Jakobspilger und hier erhalte ich dann meinen Schlussstempel für meine Tour; eine Pilgerin wartet hinter mir und wir treffen uns dann zufällig wieder beim Abendessen in er Crèperie an der Église Saint Jacques. Das ist mal wieder der Camino!

Bei meinem späteren fußläufigen Rundgang zu den wichtigsten Punkten der Stadt Reims stelle ich fest, dass hier ein überaus reichhaltiges Angebot für Freizeitbeschäftigungen in den Parkanlagen für alle Altersschichten angeboten und auch genutzt wird. Es ist alles aufgeräumt, sauber, diszipliniert und irgendwie ist keine Hektik angesagt am Samstagnachmittag.

Morgen beginnen die letzten drei Tage meiner großen Rundreise und der Tacho wird morgen die 4.000er Marke überspringen.

Buen Camino!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.