Hunsrück-Guldental-Nahe-Rhein-Mainz

Das war eine sensationelle Erfahrung mit einer völlig unkomplizierten Martina – ist schon um 6:30 Uhr weg und ich soll das Haus zuschließen. Das geschah dann auch um viertel vor Acht – minus 15 Minuten beim Start. Aber dafür hatte ich ein vorzügliches Frühstück mit Ausreichend Kaffee für die Mini Thermoskanne für unterwegs – Musik von Buona Vista Social Club – Inventar der Herberge. Nachtrag von gestern Abend: Reiseblog geschrieben bei Taizé Musik und zwei Flaschen Bitburger 0,0 und dann noch der Kampf mit dem Fotoformat des iPhone – falsch eingestellt auf „heic Apple Format“ – das kann WordPress nicht lesen – aber um Mitternacht war’s dann soweit.

Nach 10 km in diesiger Suppe über dem Hunsrück bin ich in Simmern beim Schinderhannesturm und der Ev. Stefanskirche angekommen. Das Touri Büro machte erst um 10 Uhr auf, dafür war Wochenmarkt mit den üblichen Verdächtigen – wir Kennen ja den Pfalzfelder Bäcker vom Wochenmarkt in Trier und Konz. Den Stempel gab es dann im ev. Gemeindebüro nach einem intensiven Gespräch mit der Pfarrerin.

Das nächste Gespräch hatte ich dann in St. Erasmus in Rheinböllen. Der Hausmeister zeigte mir den Platz des Stempels in der neugotischen Kirche und beim herauskommen stand Pastor Thomas Schneider da und lobte mein Koga Fahrrad. Er fährt auch viel Rad und das war dann neben theologischen Aspekt auch ein wenig fachsimpeln.

Die rasante Fahrt am Guldenbach entlang nach Stromberg (tlw. mit Tempo 40) war eine Erholung vor dem Anstieg auf die Stromburg. In Stromberg habe ich einen interessanten Wetterstation entdeckt.

Der Aufstieg vor dem Nahetal zur Stromburg war den Abstecher wert auch wenn Johann Lafer nicht zu sehen war.

In Gau-Algesheim kündigt sich mir Schildern das Weltkulturerbe Oberes MittelRheintal an. In Bingerbrück wechsle ich mit Blaulicht die Naheseite (Unfall mit Auto auf dem Dach liegend) und komme an der Nahemündung an – und hier treffe ich zwei Radfahrer aus Trier – eine schöne Begegnung. Eine Schweizerin erzählt, dass sie in einer Woche mit Minimalgepäck (im Freien übernachten – Respekt) mit dem Gravelbike am Rhein entlang nach Amsterdam fährt!

Links der Mäuseturm u rechts Burg Ehrenfels

Nach dem Stempel bei der Touristik ist Mittagsrast im Angesicht des Niederwalddenkmals und gegenüber von Rüdesheim. Im LGS Gelände von 2008 „ Kulturufer“ ist eine nachhaltige Freizeitanlage entstanden.

Alter Hafenkran und Teil der 4. Skulpturentriennale

Nach einer kurzen Verschnaufpause in der Kräuterkirche in Bingen-Gaulsheim gönne ich mir nach dem Besuch von St. Phillipus und Jakobus in Gau-Algesheim ein Eis – es sind ja jetzt auch schon 28 diesige Grad!

Von außen ein imposantes Backsteinbauwerk

Die Altstadt von Ingelheim erstreckt sich auf dem gesamten Areal der Kaiserpfalz von Karl dem Großen. Viele Fragmente sind Teil der heutigen Bebauung. Den Stempel gibt in einem tollen Ambiente im ehemaligen Winzerkellerhaus mit mediterranen Pflanzen im Kelterhaus.

Ich bin gut in der Zeit – trotz schwülem Wetter und vereinzelten Tropfen. Vor den Toren von Mainz steht noch ein paar interessante Gebäude, die kurze Umwege notwendig machen und damit das Tagesziel von 83 km auf 92 km geschraubt wird. Aber bei nur 710 hm und dem höchsten Punkt am Anfang vor Rheinböllen mit 453m ist das alles halb so schlimm.

Burg Windeck in Budenheim
Sparkassenakademie Schloss Waldthausen im Lennebergwald
Aussichtsplattform Lennebergturm

In Main-Gonsenheim erwartet mich am heimlichen Rheindom in St.Stephan eine Hochzeitsgesellschaft. Und in der Hauptstraße entdecke ich die Figur des Schnorreswackler der Gonsbachlerchen.

Bevor ich das Airbnb bei Dave im Bereich der Mainzer Uni-Klinik beziehe – junger angehender Student mit Untervermietung einer Mansarde unterm Dach – besorge ich mir noch den letzten Stempel des Tages vom Mainzer Dom – die Tür zum Kreuzgang wurde gerade geschlossen – Glück gehabt.

Es ist noch vieles da – wie vor 40 Jahren beim Studium: Zum Schinderhannes, Im Kirschgarten, Eiscafé Florenz früher Weber an der Augustinergasse – meine Bude war unterm Dach und natürlich Pizza Pepe – hier gönne ich mir am Abend eine Combinazione und zwei Weizen AF – wie früher.

Jetzt ist’s genug. Morgen gehts am Main entlang nach Frankfurt und dann ins Niddatal zumeinen Freunden Hermann u Heidrun. Den Bericht von Tag 3 gibts dann am Tag 4. jetzt ist 23 Uhr und ab ins Bett.

kj-run

• ich bin 1957 in Konz am Zusammenfluss von Saar und Mosel geboren • lebe im Ruhestand mit meiner Familie im Konzer Tälchen • bin DLV-Fachbereichsleiter für die Streckenvermessung von Straßenläufen • laufe lang und weltweit - All-Terrain bis Marathon • toure mit dem Fahrrad durch unser grenzenloses Europa • suche und nutze den fotografischen Augenblick

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Matthias Keller

    Hallo Karl-Josef,
    Das ist ein sehr schöner Bericht. Und überhaupt. Die Website ist sehr gelungen. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß bei deiner Tour und vor allem sehr gute Erfahrungen.

    Matthias

    1. kj-run

      Dankeschön. In einer halben Stunde ist Aufbruch und dann gehts über die Theodor-Heuss-Brücke nach Hessen.

  2. Rudolf Breit

    Hallo Karl-Josef,
    schön, dass wir deine Erlebnisse teilen dürfen!
    Wir wünschen dir weiterhin spannende Etappen und einen schönen Abend mit Heidrun und Herrmann. Grüß die beiden ganz herzlich von uns.
    Gute Fahrt wünschen
    Monika & Rudolf

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