Tag 32: Ruhetag in Santiago de Compostela

Motto: Der Körper hat es verdient – 2 kleine Touren müssen es sein

Dem Motto entsprechend war für das Fahrrad heute kein Ruhetag. Nachdem ich einen technischen Check nach dem Aufstehen (8:30 Uhr) durchgeführt habe, sind jetzt die neuen Bremsklötze montiert und mit einer Ausfahrt zum gestern verpassten Denkmal auf dem Monte Gozo prüfe ich die Bremsen; es ist ja schon faszinierend, dass ein Fahrrad ohne Gepäck erst einmal wackelt (für das Gleichgewichtsgefühl „Neuland“) und dann die steile Auffahrt zum Denkmal funktioniert einfach so, auch ohne Frühstück. 
Dafür ist die Aussicht mit der aus den Wolken blitzenden Sonne auf Santiago schon ein tolles Bild. Und es gibt das oben schon deutsche Pilger, die ein Foto machen können.

Auf dem Rückweg finde ich schnell eine Frühstücksbar vor meiner Unterkunft. Dann kann ich entspannt duschen und mal wieder Wäsche waschen mit „Rei in der Tube“ und in einem leeren Schlafsaal bis heute Nachmittag Wäscheleinen zwischen den Betten spannen – kurz vor dem Schlafengehen ist sie trocken und wandert in die Packtaschen.

Es geht um die Mittagszeit in die Stadt – die Hitze steht in den Straßen – und nach der Hälfte der Strecke treffe ich auf zwei Kölner, Werner und Klemens, die ich auf ihren letzten 3 km begleite und wir dann auf der Plaza Obradoio vor der Kathedrale ein gemeinsames Erinnerungsfoto schießen. 
Und dann ist die Überraschung perfekt.

Andreas Werner aus Konz-Könen – mein Lauffreund aus dem Lauftreff der TG Konz – steht auf dem Vorplatz und hat gerade die Strecke des portugiesischen Pilgerwegs von Porto aus geschafft.

Wir hatten gestern Kontakt via WhatsApp und konnten so uns hier vereinbaren. Wir werden übrigens wieder in Berlin gemeinsam Pace-Läufer beim Marathonlauf  im September sein.
Diese Überraschung war zwar unter uns besprochen, aber ob das klappt, da gab es ja noch viele Fragezeichen.

Das ist auch der Camino für mich!

Wir haben uns dann getrennt und für den Abend ein gemeinsames Abendessen in der Altstadt vorgesehen.

Wieder zurück mache ich mir ein Baguette als Zwischenmahlzeit und bereite die Abfahrt für morgen vor.

Für 7 Uhr starte ich dann zur Extratour 2 mit dem Rad in die Altstadt und wir lassen uns spanische Tapas (Raciones) bei Cerveza schmecken. Es gilt Abschied zu nehmen – er fährt mit dem Bus morgen zurück nach Porto und dann mit dem Flieger nach Hause.

Buen Camino 

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