Gedanken zum Pilgern 7

Im Mittelalter war die Vergebung der Sünden Motivation für eine Reise auf dem Jakobsweg. Heute ist es eher die individuelle Erfahrung. Sei sie körperlich, spirituell oder kulturell.

Der Jakobsweg gleicht dem Leben. Für jeden ist der Weg anders und auch nicht immer einfach. Man ist allein und doch auf andere angewiesen und man nimmt und gibt Hilfe. Für ein Stück des Weges geht man Verbindung mit Fremden ein. Bewegt man sich heute auf dem Camino, so ist es das bewusste Einlassen auf multikulturelle Erfahrungen und Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt.

Die so entstandene Pilgerbewegung ist ein wichtiger Teil in der europäischen Geschichte. Auf friedliche Weise wurden hier jahrhundertelang kulturelle Werte, Weltanschauungen und auch materielle Güter transportiert und haben Europa mitgeprägt. Der Jakobsweg steht heute auf die Liste des „Weltkulturerbes“.

„Es ist wirklich klar, dass die kostbarste Ressource, die wir alle haben, die Zeit ist.“
Steve Jobs, US-amerikanischer Unternehmer, Mitgründer von Apple Inc., 1955-2011

„Ultreia!“
alter Pilgergruß, der soviel wie „Vorwärts, geh über dich hinaus“ bedeutet

„Buen camino!“
heutiger Pilgergruß, der soviel wie „Ich wünsche dir einen glücklichen Weg“ bedeutet

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