Fairplay SeniorTour 2026 • Tag 2 Arlon-Sedan

Tourdaten heute: Aprilwetter von der feinsten Seite – zur Mittagspause sind wir heute erstmals zweistellig – 10° und Nieselregen / 4:30 Std im Sattel / 81,4 km 18,1 kmh / 560 Hm / 142-388m – entspanntes welliges Radterrain im Süden Belgien und Norden Frankreichs

Der Morgen startet mit wolkenlosem Himmel kurz über dem Nullpunkt. Wir begrüßen neu in unserer Runde zwei „Altgediente“ – unser Radfahrer-Doc Ulli (er hat für die Temperaturen schon richtig aufgerüstet) und unser „Edel-Versorger“ Alfred. Sie haben den Transfer von Bekond über Mertesdorf zum Start in Arlon geschafft und freuen sich auf die Weiterreise nach Sedan.
Entlang der Strecke sehen die Radfahrer in den Vororten von „Arel“ edle Wohnhäuser und gepflegte Gärten – es ist wohl der Speckgürtel zu dem nahegelegenen Luxembourg.
Das Profil ist entspannt, die Temperaturen eher nicht und die Wolken am Himmel werden dichter.
Das erste Chateau steht in der Gemeinde Chiny – Chateau de Faing.

Die Ursprünge reichen bis ins Mittelalter (15. Jh.). Hier war auch schon ein gewisser „Nostradamus“ zu Gast, jüdder in der Lage war, die Schlossherren mit seinem Okkultismus zu verwirren. 
Zu Beginn des ersten Weltkriegs diente das Schloss als Lazarett (die nächsten Tage werden uns die Orte dieser Greueltaten näherbringen). Im zweiten Weltkrieg war es Schutz und Zuflucht für die Rettung von 87 jüdischen Kindern.

Nur 10 km weiter liegt Florenville an dem mäandernden Fluss Semois, einem Zufluss der nahen Maas. Hier ist Mittagspause angesagt. Mecco und Alfred haben schon alles vorbereitet, da beginnt der Himmel mit Wassertiraden. Wir Radfahrer haben an der Kirche und den Hotel de Ville einen tollen Unterstand gefunden und lotsen die Beiden zu uns.
Die Mittagsrast mit Outdoor-Möbeln ist ein Highlight, da diese fachgerecht angeliefert werden.

Tour-Guide KaJo bietet eine Entdeckungsreise zum Aussichtungspunkt an der Kirche an: Das Tal der Semois und die Suche nach der „Tendre Violette“ – eine in Bronze gestaltete Feengestalt.

 

Der Regen hat bei der Suche aufgehört und wir starten frohen Mutes auf eine „meditative Reise“ auf einem Bahnradweg Richtung Sedan. Es ist fast eine halbe Stunde weitgehend mit tretlosem Tempo 20-25 kmh, bei der wir unbemerkt die Grenze nach Frankreich überfahren – das ist Dank Schengen heute eine nicht mehr wegzudenkender Schatz in unserem freien und grenzenlosen Europa.

Wir sind bereits im Maastal angekommen und der Wegweiser zum Chateau Lamécourt bietet uns eine kurze Pause mit Smalltalk (en francais) mit den Eigentümern des Schlosses, die uns die Gelegenheit erlauben, den weitläufigen Wasserpark auf schmalen Wegen zu durchqueren – die Versorger erwarten uns mit wohlschmeckenden Erdbeeren und Trauben. Um die Ecke liegt Sedan an der Maas. Wir „fallen“ in die Stadt ein, die an diesem Wochenende mit einem Mittelaltermarkt an der die Stadt beherrschenden Festung aufwartet. Wir mit unseren bunten Trikots fallen gar nicht mehr auf, soviel Trubel ist auf dem abgezäunten Gelände und die Warteschlangen an den Häuschen für den Eintritt sind sehr lang.

Das Hotel Kyriad liegt am Rande der Stadt – die Teilnehmer der SeniorTour von 2022 erinnern sich. Die Maas querend erreichen wir bei beginnendem Regen das Hotel.
Am Abend werden wir im Restaurant Les Halles in der Innenstadt – die Teilnehmer von 2025 erinnern sich – einen runden Abend genießen.

Bonne nuit…
… und etwas zum träumen!

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