Etappen Senior-Tour 2026

Die Tages-Etappen sind mit den Freizeit- und Outdoor-Portalen AllTrails und Komoot verlinkt und abrufbar.
Die einzelnen Tagesetappen stehen als gpx-Dateien zur Navigation zum Download bereit.

Die Berichte zur grenzenlosen 5-Länder-Tour werden während der Radtour am Abend mit allen interessanten Informationen, Kuriositäten und Bildern von Karl Josef Roth präsentiert, der auch für die Streckenplanung verantwortlich zeichnet.

Freitag, 15.Mai 2026: Von Trier nach Arlon/BEL ~ 87 km
Die Rundtour startet an der Sportakademie Trier und verläuft flussaufwärts an der Mosel über die Saarmündung bei Konz bis nach Oberbillig. Hier erwartet die Teilnehmer die erste elektrische Flussfähre an der Mosel mit dem Landungssteg in Wasserbillig im Nachbarland Luxemburg; hier mündet die Sauer in die Mosel – es ist der tiefste Punkt des Großherzogtums.  Die ausgewiesenen Radwege folgen der Mosel bis zur Hafenstadt Mertert (PC3)  und von der Mündung der Syre in die Mosel diesem Fluss über Manternach, Wecker Betzdorf, Olingen, Roodt-sur-Syre bis Mensdorf (PC4). Für den Aufstieg auf das Kirchbergplateau mit ca. 130 Höhenmetern biegt der Radweg über Niederanven an den Fuß des Senninger Berges.
Es geht hinauf auf das Plateau de Kirchberg zur Mittagspause an der multifunktionalen Sportstätte „Coque“ – dem ersten architektonischen Highlight auf der folgenden Strecke in der Stadt. 

Nach einem kurzen Fotostopp über dem Pétrusse- und Alzette-Tal am Mudam (Museum für zeitgenössische Kunst) im Schatten des weißen Auges, der Konzerthalle „Philharmonie“, verläuft die Route durch die grünen Oasen des urbanen Stadtzentrums. Die hervorragend ausgewiesenen Radwege PC 13 und 14 weisen den Weg durch die Orte Strassen, amer, Capellen und Windhof bis Steinfort in der Nähe der belgischen Grenze. Hier erwarten wir in seinem Heimatort einen großen Europäer, den ehemaligen Außenminister Jean Asselborn, dem das Thema FairPlay-Tour seit dem letzten Jahr nicht unbekannt ist. Er möchte uns bis Arlon auf dem Rad begleiten. Vor Arlon ist ein kurzer Vue am Kloster Clairefontaine eingeplant, bevor es in Arlon zur Kirche St. Donatus auf dem Knippchen geht.

Samstag, 16.Mai 2026: Von Arlon nach Sedan/FRA ~ 82 km
Entlang der belgisch-französischen Grenze geht es am nächsten Tag nach Sedan, einer ehemaligen Festungsstadt mit einer gewaltigen Burganlage an dem Fluss Maas. Zur Radgruppe sind weitere Radfahrer und ein weiteres Service-Fahrzeug hinzugestoßen.
Die Radfahrer bewegen sich weiterhin in Belgien und legen am Château du Faing – dem Herrensitz von Jamoigne eine Rast ein. Nach der Hälfte der Strecke ist Mittagsrast in Florenville am Ufer des Flusses Semois angesagt. Hier soll es am „Belvedere“ eine Bronzestatue „Tendre Violette“ zu entdecken geben.
Die Grenze nach Frankreich ist bald erreicht. Die Gruppe trifft auf dem Weg nach Sedan auf die Maas (siehe auch die SeniorTour 2025). Die Maas ist mit 875 km der längste Nebenfluss des Rheins; sie mündet in das südliche Rheindelta vor der Nordsee. 
Die Festungsstadt Sedan war bereits 2025 Ziel der SeniorTour auf dem Weg an der Maas bis nach Maastricht in den Niederlanden. Heute ist die Stadt Ziel auf dem Weg flussaufwärts in Richtung Quelle. Die mittelalterliche Burganlage aus dem 15 Jh. mit ihren 3,5 ha erstreckt sich auf sieben Etagen und ist eine der größten ihrer Art in Europa.

Sonntag, 17.Mai 2026: Von Sedan nach Verdun ~ 106 km
Die idyllische Flusslandschaft der Maas bestimmt erst einmal das Bild, was die Radgruppe auf Teilen der hier verlaufenden historischen Römerstraße (Civitas Remorum (Reims) nach Augusta Treverorum (Trier) sieht.
Es wird aber immer stärker beeinflusst von Denkmalen und Soldatenfriedhöfen am Wegesrand. Die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Franzosen in den zurückliegenden Kriegen 1870/1871 sowie den beiden Weltkriegen sind nicht zu übersehen und die Bedrückung gipfelt auf der Berghöhe Thiaumont. Die Wege führen durch eine Gegend, in der im 1. Weltkrieg 8 Dörfer vollständig zerstört wurden und nicht mehr aufgebaut wurden. Die nationale Gedenkstätte mit dem Gebeinehaus „Douaumont“ ist Statio der Radgruppe auf dem Weg hinab nach Verdun. An der Gedenkplatte „der Handschlag von Verdun zwischen Mitterand und Kohl“ von 1984 gilt es innezuhalten.

In der Stadt ist eine weitere Gedenkstätte, um der über 300.000 gefallenen Soldaten des Jahres 1916 zu gedenken.

Die Radgruppe wird heute Abend mit weiteren Teilnehmern vollständig sein.

Montag, 18.Mai 2026: Von Verdun nach Bar-le-Duc ~ 78 km

Mit dem Verlassen der Stadt Verdun und dem Flusstal der Maas verläuft die Strecke nach Südwesten in den Einzugsbereich der Marne. Am Schloss Thillembois ist die Mittagsrast in einer weitläufigen Parklandschaft vorgesehen. Das Etappenziel ist an diesem Tag die Stadt Bar-le-Duc; es ist der westlichste Punkt der Rundreise in der Großregion. Die Stadt gehört heute nicht mehr zu der Region Lothringen. Aus Bar-le-Duc stammten im Mittelalter die Herrscher des Herzogtums Oberlothringen.
Ein Denkmal erinnert an einen Ingenieur, der als einer der Erfinder des Fahrrads gilt.

Dienstag, 19.Mai 2026: Von Bar-le-Duc nach Nancy ~ 113 km

Bar-le-Duc liegt am Rhein-Marne-Kanal, dem die Radler Innen im weiteren Verlauf der Rundfahrt über Toul und Nancy bis Sarrebourg am Fuße der Vogesen folgen. Sie treffen an diesem Vormittag wieder auf die Maas und nach weiteren 15 Kilometern wird das Flusstal der Mosel erreicht; übersetzt heißt „La Moselle“ die kleine Maas. Das Wasser der Mosel wird aber erst kurz vor der Mündung des Rheins in die Nordsee auf das Wasser der Maas treffen.
In Toul steht die Besichtigung der dortigen Kathedrale auf dem Programm, bevor es kurz entlang der Mosel und dann über einen Verbindungskanal an die Meurthe und weiter nach Nancy geht. Diese Stadt hat eine bewegte Geschichte aufzuweisen; sie galt als Hauptstadt Lothringens. Mit dem Place Stanislas, dem historischen Stadttor, der Kathedrale und den Jugendstilbauten hat Nancy architektonisch viel zu bieten.


Mittwoch, 20.Mai 2026: Von Nancy nach Sarrebourg ~ 88 km

Von Nancy folgt die Streckenführung dem Rhein-Marne-Kanal bis Sarrebourg am Fuße der Vogesen. 
Vor etwa 2000 Jahren entstand die römische Poststation Pons Saravi (Saarbrück) dort, wo die Römerstraße von Reims nach Straßburg die Saar an einer Furt überquerte. An der Kreuzung großer Straßen und inmitten eines fruchtbaren Beckens gelegen, entwickelte sich der Ort zum Handelszentrum. Die Villa Saint-Ulrich mit ihren 33 Einzelgebäuden zeugt von der damaligen Bedeutung des Ortes.
In Sarrebourg werden heute die Schuhe der Marke Mephisto hergestellt.

Donnerstag, 21.Mai 2026: Von Sarrebourg nach Saarbrücken  ~ 96 km

Von Sarrebourg geht es entlang des Saarkanals und der Saar nach Norden bis Saarbrücken. Im französischen Sarreguemines (Saargemünd) ist eine Rast vorgesehen. Die Stadt an der französisch-deutschen Grenze war schon mehrfach Zwischenziel der Fairplay-Tour der Großregion.
Bekannt ist die Stadt für ihre einst blühende Keramikproduktion. Die um die ehemalige  „Wackenmühle“ herum an der Blies gelegene Fertigungsstätte der alten Fayencerie (Steingutmanufaktur Utzschneider von 1790) ist als Museum mit dem Namen Bliesmühle hergerichtet und kann besichtigt werden. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Casino am Saarufer. Bei diesem Gebäude handelt es sich um ein Bauwerk, das für die Arbeiter der Fayencerie errichtet wurde. Die Fassade wird von Keramikbildern geziert.
Mitte des 19. Jh. wurden in Kooperation mit Villeroy & Boch im Saarland farbige Kacheln im italienisch-maurischen Stil produziert – die Majolika. Seit dem 2. Weltkrieg wurde sie Teil der Werke von Villeroy & Boch; 1979 wurde die Produktion in Saargemünd eingestellt.

Im Jahr 999 wird der Ortsname urkundlich zuerst in der Form „Sarabruca“ genannt.
Die Universitäts- und Landeshauptstadt liegt an der Saar und entstand im Jahr 1909 aus dem Zusammenschluss der drei bis dahin selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann a. d. Saar und Malstatt-Burbach.

Freitag, 22.Mai 2026: Von Saarbrücken nach Trier/Bekond über Kell am See ~ 96 km

Am letzten Tag der Radtour verläuft die Strecke durch den Nationalpark „Saar-Hunsrück“ zum heimlichen Zentrum des Hochwalds – Kell am See.
Das Hotel zur Post wird von Michael Krämer geleitet. „Ebbes von Hei“ – eine Regionalmarke in der Mosel-Saar-Hochwald-Region ist sein Motto und Credo für eine regionale und gesundheitsbewusste Ernährung und Vielfalt.
Er ist seit vielen Jahren in die Fairplay-Tour der Großregion eingebunden und dort ein wichtiger Bestandteil im Bereich der nachhaltigen Verpflegung der Teilnehmer.

Der offizielle Abschluss ist hier zur Mittagsverpflegung vorgesehen. In zwei Radgruppen endet die Tour über den Ruwer-Radweg für die Gruppe in Trier an der Sportakademie und für die Gruppe Bekond über die Höhen des Hochwalds und die Moselquerung in Thörnich im Wittlicher Becken in Bekond.

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