Wir starten traditionell an der Sportakademie Trier – sie ist mit dem Ideengeber Herbert Ehlen die Wiege der Fairplay-Radtouren in der Großregion seit 1999. Charly und Guido haben schon 18 km unter den Pedalen seit Bekond – Julia und Hans-Jürgen haben den Rad- und Gepäcktransfer mit dem VW Bulli von Bekond übernommen. Rainer trifft aus dem vorderen Hochwald ein, unser Radsenior Peter wird von seiner Frau an den Start gebracht. Manni aus Saarburg und Karl Josef aus dem Konzer Tälchen kommen als Fahrgemeinschaft mit dem Auto an.

Unser heutiger Tourbegleiter und Fahrer ist der Michael „Mecco“ und gleichzeitig der älteste Teilnehmer der diesjährigen Tour.

Die Tourdaten von heute: 4-16 Grad / 4:44 Std im Sattel / 85,8 km mit durchschnittlich 18,2 kmh / 803 Hm / 125m-430m
Der Moselradweg ist in Teilbereichen der Stadt Trier sowie im Stadtbereich Konz schon als Pendlerroute für ein in Zukunft gerichtetes Nahverkehrsnetz ausgebaut. An diesem Brückentag ist am Vormittag noch nicht allzuviel Verkehr und die Teilnehmer können oftmals nebeneinander fahren und interessante Gespräche von „alten Zeiten“ und im „Jetzt“ führen. Der Wind schiebt uns nach Oberbillig zu der von den Gemeinden Oberbillig und Wasserbillig betriebenen modernen elektrischen Fähre. Über das Sponsoring der Gemeinde Oberbillig mit der kostenlosen Fährüberfahrt freuen sich die Radler und der Versorger Mecco – vielen Dank an den Ortsbürgermeister Andreas Beiling, der seit vielen Jahren mit der Fairplay-Tour eng verbunden ist.

Entlang der Syre und der Eisenbahnlinie in die Hauptstadt führt uns der Weg über super ausgebaute Radwege und kleine Straßen – ein kurzer Stopp mit La Ola Welle darf bei blauem Himmel sein.

Kurz vor dem Anstieg in den Senninger Berg auf das Kirchberg-Plateau ereilt uns die erste Regenschauer, die Änderungen an der Radkleidung unabdingbar macht.
Bei der folgenden ersten größeren Steigung mit bis zu 14% in Senningen löst sich die Radgruppe in 7 Radfahrer mit eigenen Tempo auf. KaJo probiert sein neues Gravel mit bis zu 3 Unterstützungsstufen mit dem Mahle-Heckmotor aus – das ist doch erheblich einfacher.
Durch den Wald auf dem Plateau erreichen wir die Bankenmetropole und auch unseren gedeckten Mittagstisch an der multifunktionalen Sporthalle „Coque“.
Vielen Dank den beiden Versorgern für die Vorbereitung. Die Pause wird wegen einsetzendem Regen kürzer und Peter gesellt sich zur Radgruppe und fährt bis zum Ziel in Arlon mit.

Das Regenwetter lässt leider wenig Sightseeing in der Hauptstadt zu, die wir in bewährter Manier durch die Parkanlagen zügig hinter uns lassen. Die Ortschaften Strassen, Mamer, Capellen und der Windhof liegen an der Strecke nach Steinfort. Hier in der Heimatstadt von Jean Asselborn war ein Treffen mit dem langjährigen lux. Aussenminister geplant; er weilt aber auf dem Katholikentag in Würzburg und lässt die Gruppe und die Aktion der Fairplay Tour grüßen. Eine kurze Stärkungsrast bei Sonne und Wind ist trotzdem nach 75 km hilfreich.

Die belgische Grenze winkt kurz hinter der ehemaligen Klosteranlage Clairefontaine – heute Bildungszentrum der „Herz-Jesu-Priester“. Über einen Bahnradweg und eine kurze Trailstrecke wollen wir den POI „Point of Interest“ erreichen. Aber der Sturm hat ganze Arbeit geleistet und beamt die Radfahrer in das Zeitalter der Querfeldeinrennen mit dem Rad.
Hier kommt jetzt die grüne Grenze nach Belgien ohne lästige Grenzkontrollen – Schengen sei Dank!
Arlon – Arel – liegt auf dem Berg und das Knippchen bietet mit 430m über dem Meeresspiegel eine tolle Aussicht auf die Umgebung. St. Donatus beherrscht den Hügel und leutet uns kurz vor Vier mit einem Glockenspiel die Schlussstrecke zum Hotel im Bahnhofsviertel ein.
Mecco empfängt uns mit den Zimmerkarten und nach dem Verstauen der Räder in einer Garage können wir die Zimmer beziehen und eine relaxte Vorbereitung auf das Abendessen einleuten. Rainer hat bei dem benachbarten Supermarket unseres Vertrauens – ALDI – einen Sechszylinder entdeckt – er besteht aus Blechdosen und einem nicht gezapften Bier steht nichts mehr im Wege.
Das erhalten wir aber – wer möchte – in der echten italienischen Pizzeria Trulli, bei der Kaspar uns für 9 Personen einen Tisch reserviert hat. Die Gruppe ist voll des Lobes für die hochwertigen Gerichte der italienischen Küche – Mille Gracie!
Mit einem guten Gefühl und der Hoffnung auf wärmere Temperaturen im Sattel legen wir uns schlafen:
Eine gute Nacht – bonne nuit!












