Leider müssen wir heute morgen Abschied nehmen von Mecco – unser Senior-Versorger. Er fährt mit Julia – die wegen dienstlicher Belange erst wieder am Freitag dabei ist und Alfred zurück nach Trier; schön das ihr dabei wart und wir sehen uns wieder.
Alfred wird am Abend mit Johanna und Alfons sowie Harald, Klaus und Peter in Verdun zurück erwartet.
Die Natur braucht ja den Regen – unter diesem Motto starten wir in unsere Etappe – der Nieselregen wird uns mehr oder weniger bis zum Ziel in Verdun begleiten. Wir hoffen, dass er am nächsten Tag durch die Sonne abgelöst wird. Das Einzige, was uns etwas tröstet ist die Tatsache, dass es gefühlt wärmer geworden ist.
Der erste Halt mit unserer neuen Versorger-Begleitung Peter – er ist jetzt unser Senior in der Gruppe – ist in Mouzon abgestimmt. Er lenkt Alfreds Bus das Tal der „Meuse“ mit Bravour und wird uns zum Mittagstisch in Doulcon überraschen.


Nach der Stippvisite an der alten Stadtbefestigung entdecken Hans-Jürgen und Guido eine Boulangerie für einen Café ToGo – die Anderen erkunden die beindruckende gotische Kirche. Am Ende hat Hans-Jürgen noch einen Hefezopf mit die Gruppe für die Mittagszeit beigesteuert.
Die Strecke verläuft heute nur über kleine Straßen, die aber – frankreichtypisch – auf und ab gehen; wir sammeln jede Menge Höhenmeter und es ist bei über 100 km dann schon eine durchaus anstrengender Tag.
Die Vorboten der kriegerischen Auseinandersetzungen des 1. Weltkriegs in den Schlachten um Verdun stehen an vielen Stellen entlang der Straßen und Wege und sogar auf Viehweiden.
Die Mittagspause ist in Doulcon an der Bürgermeisterei „Mairie“. Peter hat unseren Mittagstisch auf dem Vorplatz aufgebaut – sensationelles Erstlingswerk in seinem neuen „Job“. Im Schatten der Erläuterungen zu den Kriegsereignissen sind wir richtig hungrig und genießen das vielfältige Angebot.
Es ist schon ein Wahnsinn, was hier vor über 100 Jahren passiert ist und es ist nicht nachvollziehbar, dass die Menschheit immer noch nicht kapiert hat, das diese Art von Auseinandersetzung nichts bringt und viele Generationen im Chaos hinter sich lässt.
Da wir Menschen in der Lage sind, Konflikte auf Augenhöhe im Dialog zu diskutieren, auszuloten und bezulegen in der Lage sind, sollten Kriege eigentlich der Vergangenheit angehören. Die Neuzeit zeigt aktuell leider das Gegenteil.
Aber – die Hoffnung stirbt zuletzt…!
Von der Maas machen wir einen Abstecher zu dem Denkmal der Franzosen um die Schlacht von Verdun – in Douaumont. Es geht steil den Berg hinauf und sportlich sind wir jetzt gefordert.





Bei der Bergwertung fehlen Ulrich und Karl Josef – die sind außer Konkurrenz mit e-Unterstützung (Mahle-Motor in der Hinterachse zum Zuschalten) zuerst nach ca. 3,5 km Steigung angekommen.
Wir fahren zum „Gebeinehaus“ Denkmal und jeder schaut beeindruckt und bedrückt auf die Gräberanordnung und das „Bestattungshaus“ der Schlacht um Verdun.
Hier ist auf einer Plakette die Versöhnungsgeste der beiden Staatsmänner Francois Mitterand und Helmut Kohl mit dem „Handschlag“ verewigt – sie sollte Beispiel sein für ein friedvolles Miteinander auf diesem einen Planeten!
In dem typisch französischen Restaurant „Chez Mimie“ werden wir hervorragend beköstigt. Und hier treffen nach ein paar Wirrungen – wie uns berichtet wurde – die weiteren Tourteilnehmer Alfons, Harald, Johanna, Klaus & Peter mit unserem „Edel-Versorger“ Alfred noch pünktlich für den Küchenchef zum Abendessen ein.
Karl Josef stellt fest – Darth Vaders Sturmtruppenchef „Klaus“ darf nicht fehlen – auf dem Highway to Hell!









