Nachlese zur Etappe Bar-le-Duc nach Nancy: 114 km 19,7 kmh / 630 Hm
Nancy – Sarrebourg: 87,3 km 19,0 kmh / 204 Hm 4:35 Std
Wir verlassen Nancy mit seinen tollen Plätzen und Gebäuden pünktlich um 9 Uhr. Das Einladen der Taschen, die Übergabe der Räder und das Auschecken erfolgt reibungslos.
Mit der Radgruppe fahren wir über den Place Stanislas und Place de la Carrière, vobei am Palais und durch den Parc de la Pépinière zum Canal an de Nancy; dieser verbindet die Mosel mit der Meurthe.
Entlang der Seenlandschaft der Meurthe gelangen wir bei Sonne und Wolken an den schiffbaren Teil der Meurthe in Richtung Saint-Nicolas-de-Port und Dombasle und dem Rhein-Marne-Kanal. Hier sind große Industrieanlagen für die Salzgewinnung angesiedelt. Die gotische Basilika Saint-Nicolas prägt das Landschaftsbild am Kanal; ihre Säulen im Kirchenschiff sind mit 28 m die Höchsten in französischen Kirchen.
Der Radwegübergang zum Rhein-Marne-Kanal ist fließend. Die Schifffahrtsstraße hatten wir bereits in Bar-le-Duc und Toul und vor Nancy als Begleiter kennengelernt. So ein Kanal kann auch Unheil mit sich bringen; wir sehen dies unterwegs – ein Reh ist in die Wasserstraße geraten und schwimmt hektisch in der ca. 2 m tiefen Wasserrinne; ein Entkommen wird schwierig, es sei denn ein Binnenschiffer schafft mit Seilen eine Hilfestellung aus der misslichen Lage.
Nach 48 km ist um 12 Uhr Mittagsrast am Yachthafen von Lagarde – ein Lob für die tolle Vorbereitung von Alfred und Peter mit ihren heutigen Assistenten Harald und Klaus, die erkältungsbedingt noch einen Bustransfer bevorzugen.
Ein Highlight der Tour ist eine „riesige“ Schleusenanlage bei Réchicourt. Sie wurde Anfang der 60er Jahre gebaut und ersetzt 6 alte Schleusenanlagen; die Zeitersparnis beträgt gegenüber früher 6 Stunden Schleusung auf heute 30 Minuten. Ein Teil des Wassers wird bei einem Schleusengang in einem Reservoir gespeichert und danach wiederverwendet – Chapeau.
Im Jahr 2025 wurde die Schleusenmauer aus Beton, die wir schon einmal auf einer Seniortour kennenlernen durften, mit einer Szenenmalerei des Künstlers ADEC in 4 Wochen erfolgreich aufgehübscht: prééminent – hervorragend
In Xuaxange erinnert sich Peter K. an eine hohe Brücke über den Kanal – wir statten ihr einen Besuch ab wie auch einer verfallenen mittelalterlichen Schlossruine am Rande des Ortes.
Die Stadt Sarrebourg ist die Partnerstadt von unserem Saarburg. Wir haben mit dem am Stadtrand liegenden Bistro Maitre Pierre ein gutes Los gezogen. Es wird in 4. Generation an diesem neuen Standort in einem Einkaufensemble betrieben und gilt als Geheimtipp in dieser Region. Es gibt regionale traditionelle französische Küche u.a. aus einem Holzofen. Als Vorspeise wählen wir verschiedene Flammkuchen und später zum Dessert Crème brulée oder Dame blance – bon appetit!














