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Mein Camino Fahrrad 2022

Mein Tourenfahrrad "Black KOGA F3 v5.0"

Nach meiner „Camino-Vortour“ auf deutschen Pilgerwegen hat sich doch Einiges verändert – Gepäckreduzierung ist angesagt. Das heißt aber nicht das es „leichter“ wird.

Die Reiseausstattung incl. Fahrrad liegt vor dem Start am 11.April 2022 bei 51,9 kg. Das Koga Radmodell wiegt ca. 17,5 kg – aber mit den Anbauten wie Lowrider, Rahmentaschen, Hörnchen, Adapter etc. sind es dann schon 22,3 kg – ohne Taschen, Radflasche, GPS usw. 
Mit Inhalt bringen die Lenkertasche (2,3 kg), die kleinen Orlieb-Radtaschen am Lowrider vorne rd. 9,g kg, die großen Ortlieb am Gepäckträger jeweils rd. 5 kg und der Dry Bag mit Zelt von Ortlieb ebenfalls rd. 5 kg.
Dann fehlt noch der superleichte faltbare Ortlieb-Tagesrucksack mit ca. 2,4 kg. Das sind dann 51,9 kg ohne Fahrer – und der wiegt am Start 71 kg.

Die Packliste für meine Radtour auf den Jakobswegen ist ein wichtiger Baustein bei der Vorbereitung. Es ist der Spagat zwischen wichtigen und nützlichen Dingen auf einer Reise von ca. 2 Monaten. In der Regel nehmen die Pilger zu viel Gepäck mit, wenn sie zum ersten Mal unterwegs sind. Der Fußpilger wird i.d.R. zwischen 8 und 10 Kilogramm in seinen Rucksack packen.

Für den Radfahrer gibt es über die üblichen Dinge hinaus spezielle Teile für den technischen Service am Fahrrad. Auch wenn es am Pilgerweg eine Vielzahl von Fahrradläden gibt – insbesondere im rad-affinen Frankreich – sind die normalen Dinge wie Flickzeug, Schlauch, Luftpumpe und Standard-Radwerkzeug im Equipment mit dabei. Wenn aber beispielsweise die Kette reist, wird ein Kettenglied und spezielles Werkzeug benötigt. Bricht eine Speiche, wird Ersatz vor Ort benötigt – und wenn drei verschiedene Speichengrößen an meinem DesignerTourenRad verbaut sind – macht es Sinn, diese vor Ort dabei zu haben. Ein Tipp von meinem Radreise-Profi „Harro“: Die Speichen (je 3 Stück in den benötigten Größen) am Rahmen mit Gaffa-Band befestigen!
Gegenüber dem Fußpilger, der bei der Übernachtung immer vorrangig behandelt wird, ist der Radfahrer ggf. darauf angewiesen, mit einer alternativen Übernachtung zurecht zu kommen. Auch wenn ich in meiner Planung und aufgrund des frühen Reisetermins mit keinen Engpässen rechnen muss, kann eine Übernachtung mit einem eigenen Zelt eine gute Alternative sein. Dafür dient dann der mitgeführte Packsack mit einem kleinen für Radreisen optimierten Zelt und eine „self inflating“ Matte (rd. 5 kg Mehrgewicht).
Das heutige „digitale Equipment“ ist schon sehr umfangreich. Ob Adapterkabel, Ladegeräte, Akkus, Powerbank, Akkus für Fotogeräte oder aber ganz simple Teile wie Ersatzkabel für die Verbindung vom Nabendynamo zum Licht/Busch+Müller Trafo für eine 5 V Stromquelle unterwegs, alles ist wichtig und dann auch notwendig. Ein Mobil-Phone macht heute hervorragende Bilder. Aber für einen ambitionierten Amateurfotograf muss die mittlerweile spiegellose DSLM-Kamera mit.
Auch die Sicherheit darf nicht zu kurz kommen. Signal-Trillerpfeife, Pfefferspray für streunende Hunde, Dauerlicht für die Strecken auf der Straße, Signalkleidung sind ein Muss. Aber auch das stabile Rahmenschloss mit Kettenadapter, Edelstahl-Kabelschlösser mit Codierung für die Sicherung der Packtaschen beim Sightseeing-Stopp unterwegs gehören dazu.

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