Vorruhestand

Arbeiten bis 65 Jahre und 10 Monate (ab 01.11.2022) – oder – vorzeitiger Ruhestand mit 63 Jahren ab 01.02.2020.
Nach über 38 Jahren im öffentlichen Dienst stelle ich mir die Frage. Die Antwort ist eigentlich einfach: Ja, denn

  • die finanzielle Einschränkung hält sich in Grenzen und ist zu bewältigen,
  • diese unsere Welt gibt es für uns nur EINMAL und ich will noch viele Facetten entdecken, ob alleine, mit meiner Frau oder meiner Familie, mit meinen Freunden oder mit meinem gesellschaftlichen Umfeld,
  • es lohnt sich, mit dieser EINEN Welt vorsichtig und nachhaltig umzugehen, für mich und für uns.

und dann …

  • Wie gestalte ich meinen Übergang von der Arbeitswelt in den Ruhestand?
  • Welche Interessensgebiete wurden bisher von meinem Job überlagert bzw. beeinflusst oder ausgebremst?
  • Wie passen zukünftige Interessen,  Herausforderungen und Ziele in unsere Partnerschaft und das Familienleben?
  • Wie passen die Sportarten Running und Biking in die neue freie Zeit?
  • Was mache ich mit den für mich heute wichtigen Aktivfeldern: Tanzen, Gartengestaltung, DLV-Streckenvermessung,  Fotografieren und Foto-Layouting, das Männerprojekt „Weinberg“ im Roscheider Museum (ora et labora), Brennholz-Team Wasserliesch, Engagement für das Gemeinwohl im Konzer Tälchen und in der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, Aktiv für die EINE WELT mit der Fairplay-Tour und der Welthungerhilfe für Bildungsprojekte in Afrika?
  • Wie gestalte ich in der nahen Zukunft meinen Tagesablauf?
  • Gibt es für mich noch Herausforderungen und Ziele in der 3. Dekade meines Lebens?
  • Soll ich nach dieser Aufzählung den Gedanken der  Senioren-Uni weiter verfolgen (Archäologie, Ägyptologie)?
  • Welche Aktivfelder sind nicht mehr so wichtig und sollte ich das Eine oder Andere ad acta legen?

Was tun?
Für die Analyse dieser Fragestellungen möchte ich mir schon ein wenig Zeit nehmen ohne Einflüsse aus dem gewohnten Tagesablauf und meinem Umfeld.

Dafür  gibt  es eine Möglichkeit – alleine – zum Innehalten – unter – und – mit Menschen – unterwegs zu sein:
Auf dem Camino nach Santiago de Compostela • getreu dem Motto: Ich bin dann mal weg!

Aber wie – zwischen Wandern und Running? • Mit dem Fahrrad – mit meinem „Black Koga“!

Mein Projekt und die Herausforderung heißt:
„Auf dem Camino-by-bike von Konz nach Santiago de Compostela mit dem Fahrrad im Frühjahr 2020!“

Inspiriert von Läuferkollegen, Bekannten und Freunden, die schon auf dem Camino in den unterschiedlichsten Varianten unterwegs waren und sind, habe ich den Entschluss gefasst, mit meinem „Black Koga“ diesen Weg auf mich zu nehmen.
Und ich möchte es so gestalten, dass meine Abwesenheit auf die Belange meiner Familie und meiner Freunde einen möglichst geringen Einfluss hat.

Im Gegenteil, ich möchte ich meine Familie, meine Freunde und interessierte Menschen „mitnehmen“ und im Rahmen eines täglichen Reiseblogs können Sie alle „mit mir“ unterwegs sein und meine Eindrücke in Wort und Bild interaktiv im Netz verfolgen.

Karl Josef Roth
31.12.2019 / 4 Wochen vor dem Ruhestand